Rübstiel mit Champilli

100 % vegane Rohkost; Zubereitungszeit: 10 Minuten; Hauptspeise für eine Person

Ich stand heute Morgen so gedankenverloren an meinem regionalen Marktstand. Was sollte ich noch nehmen? "Wie wär's mit Rübstiel?", fragte mich Herr Schmidthaus. Geniale Idee - kenne ich nämlich nicht. Ich war dann ganz erstaunt, dass ich nicht eine Knolle, sondern Stängel mit vielen Blättern erhielt.

Wie zubereiten - es steht ja Rohkostphase an. Also habe ich zu Hause einfach mal ein paar Blättchen geknabbert. Sehr lecker! Geht mir doch alle weg, mit eurem Rucola :-). Aber im Ernst: Ich mag Rucola nicht besonders. Rübstiel schmeckt "irgendwo" in die Richtung, aber einfach leckerer. Laut Wikipedia ist er aber sehr empfindlich. Hmm, habe ihn feucht eingepackt & hoffe, dass er noch ein paar Tage hält, so schnell & viel kann ich ja gar nicht essen.

Unter dem Rezept habe ich ein Zitat aus Wikipedia zum Rübstil wiedergegeben.

Dressing:
1/2 Zitrone
4 EL Sonnenblumenöl
3 cm eingelegte Chilistücke (aus Öl)
1 gehäufter TL Kräutersalz
frisch gemahlener Pfeffer

200 g Champignons
100 g Rübstiel

1 kleine Tomate (45 g)
1 EL geh. Schnittlauch

Zitrone auspressen. Chilistücke klein schneiden. Mit den anderen Dressingzutaten mit einer Gabel zu einer homogenen Masse verschlagen. Pilze in feine Scheiben, Rübstiel gut gewaschen in Streifen schneiden. Unter das Dressing rühren, Oberfläche glatt streichen. In die Mitte den Schnittlauch häufeln. Tomate achteln und am Rand hübsch verteilen.

 

Wikipedia:

Als Rübstiel, Stielmus oder Stängelmus bezeichnet man die als Gemüse verwendeten Stiele und Blätter von Speiserüben- oder Kohlpflanzen, bzw. eine eigenständige vom Rübsen abstammende Varietät (Brassica rapa var. rapifera subvar. pabularia) mit stark gefiederten Blättern.

Angebaut wird Rübstiel durch sehr enge Aussaat von Speiserüben(Brassica rapa ssp. rapa, z. B. Mai-, Herbst- oder Weiße Rüben), da nur die jungen Blätter verwertet werden und die Wurzeln sich daher nicht entwickeln sollen. Oder es wird die spezielle, aus dem wilden Rüben (Brassica rapa ssp. silvestris) gezüchtete Sorte ‘Namenia’ eingesetzt. Als Ersatz können auch Chinakohl- oder Mangoldblätter verwendet werden.

Wie auch die engen Verwandten Rettich, Senf, Kresse und Kohl gehören Speiserüben und Rübstiel zur Pflanzenfamilie der Kreuzblütler. Alle diesen gemeinsam ist eine besondere Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe: Glucosinolate, auch als Senfölglykoside bezeichnet. Diese Stoffgruppe verursacht den typischen Kohlgeruch und verleiht je nach Menge und Zusammensetzung die Schärfe.

Rübstiel hat einen fein-säuerlichen Geschmack und wird am besten frisch nach der Ernte verzehrt, weil die zarten Blätter schnell welken. Das Gemüse ist vor allem im Rheinland und in Westfalen bekannt, im westfälischen Platt auch „Streppmaut“ genannt. Meist werden die Stiele der jungen Mai- und Herbstrüben gehackt und gedünstet zu Fleischgerichten serviert. Üblich ist auch eine Mischung mit Kartoffelpüree oder Stampfkartoffeln. In weiteren traditionellen Zubereitungen wird er zu Eintopf oder roh zu Salat verarbeitet. Hauptanbaugebiet sind Namibia und der Kongo.