Roggennudeln für Bohnenlasagne

Häufig geht mir das so: Ich bereite ein Essen zu, huschel das hastig hin - und siehe da, lecker! Ein ander Mal nehme ich mir viel Zeit, betreibe großen Aufwand - und dann schmeckt es nur mäßig. Heute, juchhe - ich habe viel Aufwand getrieben und dafür ein seeeehr leckeres Essen erhalten. Ich werde sicher noch einmal Lasagne zubereiten, vielleicht sogar etwas klassischer, indem ich eine Tomaten-Zwiebelsoße mit Roggenschrot herstelle.

Nudeln:
150 g Roggen
150 g Emmer (oder Hartweizen)
2 Teelöffel Gemüsesalz
2 EL Sonnenblumenöl
145 g Wasser
1 Messerspitze Curcuma
Mehl zum Ausrollen

Bohnenlasagne
Bohnen
275 g Schnittbohnen
1 EL geh. Bohnenkraut
5 EL Wasser
1 Prise Gemüsesalz

Weiße Soße:
40 g Hirse feingemahlen
200 g Wasser
50 g Sahne
1 gestr. TL Gemüsesalz (oder Kräutersalz)
1 gestr. TL Schabzigerklee
etwas frisch gemahlener Pfeffer

65 g Veggie-Käse
1 kleine Tomate (50 g)
etwas Öl

2 Platten Roggennudelteig

 

Nudeln:
Roggen und Emmer fein mahlen. Durch ein Hausnylonsieb sieben. Den Rückstand im Sieb vorsichtig nochmals mahlen. Mit Salz und Curcuma mischen. Mit Öl und Wasser einen nicht zu weichen Teig kneten. In eine Plastiktüte wickeln und 40 Minuten ruhen lassen.

Teig vierteln und in Portionen auf einer glatten, leicht mit Mehl bestreuten Fläche ausrollen. Den Teig ab und zu umdrehen, immer wieder anheben, um zu kontrollieren, dass er nicht an der Unterlage klebt. Dabei immer wieder ganz dünn bemehlen. Eine Portion war für die frische Verwendung gedacht, die anderen drei zum Trocknen.

Für die Lasagne die entsprechende Auflaufform mit dem Boden auf den Teig legen, um die Form herumschneiden. Beim zweiten Mal etwas breiter schneiden, da die meisten Auflaufformen ja noch oben breiter werden. Den Rest des Teigs in beliebige Streifen schneiden. Für frische Lasagne die Platten auf einem Kuchengitter liegenlassen.

Für getrocknete (Vorrats-)Nudeln die Streifen auf Dörrautomatensiebe legen und einige Stunden bei 40 °C trocknen. In einem Glas oder einer Metalldose aufbewahren.

Der Teig ergab eine Menge, die für 2 Lasagnen und noch zwei Portionen Nudeln ausreicht. Ich habe für die Lasagne etwa zwei Drittel einer Portion (= etwa 1/6 der Gesamtmenge) benötigt.

Bohnenlasagne

Bohnen
Bohnen waschen und Enden abschneiden. 5 EL Wasser in eine Pfanne geben, Bohnen und Bohnenkraut hinzufügen. Zum Kochen bringen, bis Dampf unter dem Deckel aufsteigt. Auf kleinste Einstellung drehen und 10 Minuten dünsten lassen.

Weiße Soße
Wasser und Sahne mischen. Hirse mit einem Schneebeesen vorsichtig einrühren, Salz und Gewürze hinzufügen. Auf mittlerer Hitze zum Kochen bringen, dabei ständig rühren, damit es nicht klumpt.

Lasagne
Die beiden Nudelplatten nacheinander in einem flachen Topf (muss groß genug sein, sonst reißen die Nudeln beim Herausnehmen) jeweils 2 Minuten in sprudelndem Salzwasser kochen. (Bei getrockneten Platten beträgt die Kochzeit etwa 8 Minuten, man kann die Platten aber auch ungekocht verwenden, was ich damals noch nicht wusste.)
Eine Glasauflaufform mit etwas Öl einpinseln. Boden mit 1-2 EL weißer Soße bestreichen. Die Hälfte der Bohnen darauf verteilen, mit einer Nudelplatte abdecken. Die Nudelplatte mit Soße bestreichen, den Rest der Bohnen darauf geben und die zweite Nudelplatte auflegen. Die Tomate in Scheiben schneiden, auf die Nudeln legen. Alles gut mit Soße einstreichen. Veggie-Käse in Streifen schneiden und auf die Soße geben.

Ich würde normalerweise bei 225 °C etwa 30-40 Minuten backen. Da ich aber noch ein Brot im Ofen hatte, habe ich wie folgt den Ofen (Heißluft) eingestellt: 30 Minuten bei 160 °C, 15 Minuten bei 220 °C.