Käsekuchen tiereiweißfrei

Geburtstagskuchen für den häufig hier zitierten Kollegen, dem er hoffentlich morgen schmecken wird :-)

Anmerkung am nächsten Tag: Der Kuchen ist der absolute Hammer, wer sich da nicht reinsetzt vor Begeisterung, mag keinen Kuchen. Ich denke (ausnahmsweise) nicht, dass ich da noch etwas verbessern könnte.

Angelehnt an ein Rezept aus dem Internet - leider habe ich mir die Quelle nicht notiert und kann daher nur unbekannterweise "Danke schön" sagen. Die Vorlage habe ich jedoch u.a. etwas süßer gemacht...

Tiereiweißfrei im Brukerischen Sinne. Dazu erhielt ich heute eine Mail, die sehr schön in Worte fasst, was mir zu diesem Thema auch schon lange durch den Kopf geht:

Schmand tiereiweißfrei? Damit habe ich immer meine Probleme. Schmand ist und bleibt ein Milchprodukt und hat immerhin noch einen Eiweißanteil von etwa 2,7%. Ja ich weiß, kann man fast vernachlässigen! Vor allem nach der Brukerischen Lehre! Tiereiweißfrei bedeutet für mich rein vegan und ist so auch konsequenter. Ich werde es nie verstehen, warum in Lahnstein Butter und Sahne erlaubt sind, man aber die anderen Teile des Tieres ablehnt. Kühe geben nur Milch, wenn sie jährlich kalben und wenn ich Butter und Sahne verwende, mache ich mich an diesem Tierleid mit schuldig. Auch wenn es Bio-Tiere sind! Und wer soll die viele Milch trinken, den Käse und die Kuh essen? Die anderen? Habe darüber mit XXX diskutiert. Eigentlich hätte ich ja recht, aber... Ging mir so durch den Kopf, beim Begriff Schmand! Das hört sich jetzt so an als würde ich mich vegan ernähren. Nein, ich esse vollwertig und verwende auch Milchprodukte, wie Joghurt und Käse.

Ich selbst lebe ja tiereiweißfrei nach Bruker, also ohne Käse und Joghurt. Ich bin aber eindeutig, das merke ich, auf dem Weg zum komplett Tiereiweißfreien (s. T. Colin Campbell, The China Study). Vegan kann ich mir nicht vorstellen, denn Honig brauche ich schon zum Süßen. Trockenfrüchte haben nicht die gleiche dezente Süßkraft, und all die anderen Dinge wie Dicksäfte usw. sind wiederum nicht vollwertig.

Teig:
50 g Emmer
200 g Dinkel
1 Messerspitze Salz
1 Teelöffel Weinstein-Backpulver
50 g Honig
100 g Butter
3 Esslöffel kaltes Wasser


Belag 1:
200 g Honigmarzipan (hier mal fertig gekauftes)

Belag 2 (Käsemasse):
50 g Butter
200 g Honig
1 Zitrone
1 Messerspitze Zitronensalz
1/4 Teelöffel gem. Vanille
100 g Naturreis
1000 g Schmand
125 g (1/8 Liter) Sahne

Emmer und Dinkel zusammen fein mahlen, mit Salz und Backpulver vermischen. Dann die restlichen Zutaten hinzufügen und mit den Händen gut verkneten. In Plastik oder Folie eingewickelt etwa eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen.

Teig auf einer leicht bemehlten Fläche ausrollen. Springformgroßen Kreis ausschneiden, mit Mehl bestäuben, zusammenklappen und in eine mit Backpapier ausgelegte Springform legen, dort wieder auseinanderklappen. Risse zusammendrücken, eventuell bis an den Rand ausdrücken. Aus dem restlichen Teig kleine Rollen formen, an den Springformrand legen und hochdrücken.

Das Marzipan in etwa 2 mm dicke Scheiben schneiden und den Teig damit dicht an dicht belegen.

Erst die Sahne (Handrührgerät) steif schlagen, in den Kühlschrank stellen. Honig und Butter gut verquirlen, Zitronenschale abraspeln, hinzugeben. Die Zitrone auspressen und den Saft hinzufügen (Zitrone finde ich auch etwas zu stark in dem Ganzen.) Reis fein mahlen und mit Vanille und Salz darüber streuen und gründlich verrühren. Den Schmand per Hand (Rührblitz) unterziehen, damit die "Masse" des Schmands sich nicht verflüssigt. Zum Schluss die steife Sahne unterheben. Auf den Teig gießen und in den kalten Ofen schieben.

Bei 150-160 °C (Umluft) 75 Minuten backen. Die Masse ist goldgelb und locker.