Carobkugeln vegan

Etwa 13-14 Stück
Nachdem ich letztlich getrocknete Carobschoten in Rohkostqualität aufgetan hatte, musste natürlich ein kleines Konfekt her. Jedoch - die Schoten sind schwierig. Im Inneren sitzen steinharte Kerne, und ich weiß nicht, wie ich die aus den Schoten bekomme. Einweichen? Die werden nicht weich (48-Stundenversuch). Mit dem Nussknacker? Die Schoten gehen nicht auf? Mit einem Messer? Schon gar nicht. Also habe ich heute einfach versucht, die ganzen Schoten inklusive Kernen in den Thermomix zu geben. Nach zwei Minuten auf Stufe 10 waren immer noch steinharte Scheibchen drin. Ich habe die aber nur zum Teil gesehen, deshalb muss ich nun das Konfekt wirklich vorsichtig essen. Es empfiehlt sich daher dringend, den Carob zu sieben (im Rezept habe ich das auch geschrieben).

In der Vollwertlehre laut Bruker ist außer Honig kein Süßmittel vollwertig. Ich vermute aber mal, dass es zu Brukers Zeiten keinen rohen Agavendicksaft gab. Rohkostqualität bedeutet ja aufgrund der fehlenden industriellen Verarbeitung immer auch Vollwertigkeit. Er ist übrigens sehr süß, die Süße wird mit der Zeit sogar etwas stärker, insoweit könnte ruhig weniger Agavendicksaft in dem Konfekt sein (ich würde mal 35 g versuchen).

50 g Carobschoten (5 Schoten)
50 g Mandeln
50 g roher Agavendicktsaft
1 Teelöffel Sonnenblumenkernöl

Carobschoten im Thermomix feinst mahlen (2 Minuten Stufe 10). Dann durch ein Haushaltsnylonsieb sieben. Wieder in den Thermomix geben, Mandeln hinzufügen und 20 Sekunden auf Stufe 10 mahlen. Agavendicksaft und Öl hinzugeben, auf der Knetstufe 1 Minute laufen lassen.

Mit der Hand kirschgroße Stücke zu Kugeln formen und in Pralinenpapierförmchen setzen. In einer gut schließenden Plastikdose im Kühlschrank aufbewahren.