Gemüsesalz trocken

Für dieses Gemüsesalz habe ich nicht Gemüse oder Kräuter erst tiefgekühlt gesammelt, zerkleinert und dann getrocknet, sondern jeweils das Gemüse (Spargelschalen, Blumenkohlgrün, Kohlrabiblätter, Endstücke) im Dörrapparat getrocknet und gesammelt. Außerdem konnte ich einmal vier verschiedene Küchenmaschinen zur Salzherstellung testen:

Ergibt 3 Honiggläser Kräutersalz

130 g getrocknetes Gemüse
650-800 g Salz

Gemüsereste (Spargelschalen, Endstücke, Kohlstrünke oder auch zu altes Gemüse) grob zerkleinern und im Dörrapparat trocknen, bis sie zerbröseln. Wer Wert auf ein Rohkostsalz legt, darf die Temperatur nicht über 40°C stellen. Wer keinen Dörrapparat macht, kann das Gemüse auf einem Backblech ausbreiten und im Backofen auf kleinster Temperatur trocknen. Es wird jeweils die 5-6 fache Salzmenge berechnet auf das Gemüsetrockengewicht hinzugegeben.

Als besonders kritisch erweisen sich Spargelschalen und härtere Stücke.

  1. Versuch in einer Küchenmaschine mit dem Hackmesser (hier: Oskar)
    Nach etwa einer Minute auf Stufe 2 war das ganze Gemüse nur grob zerkleinert, vor allem die Spargelschalen waren noch Stücke von 1-2 cm Länge. Dafür war die Maschine bereits heiß gelaufen.
    Fazit: Unbrauchbar
  2. Versuch mit dem Zerkleinerer (Speedy von Krupps)
    Die Maschine läuft nicht heiß, ich kann also lange immer wieder hacken. Die Spargelschalen werden besser zerschlagen als in der Küchenmaschine, aber sind immer noch 0,5 cm groß. Wer vorsichtig nur Kräuter oder weiches Gemüse trocknet, kommt vermutlich damit zurecht.
    Fazit: Befriedigend
  3. Kleiner Mixer (z.B. Magic Maxx):
    Diese kleinen Mixer darf man ja nicht länger als 1 Minute an einem Stück laufen lassen. Also habe ich den Kurzzeitwecker auf 1 Minute gestellt. Es passen 10 g getrocknetes Gemüse in einen kleinen Becher. Nach einer halben Minute war aber das Gemüse schon feiner zerschlagen als im Speedy. Dann habe ich mit Salz nochmals 10 Sekunden gehackt. Das Ergebnis ist ein sehr schönes feines Kräutersalz. Nachteil: Ich kann immer nur kleine Mengen verarbeiten und muss zwischendurch das Gerät abkühlen lassen. Für den kleinen Haushalt aber durchaus eine gute Möglichkeit - denn wenn ich z.B. 5 x 10 g mit der entsprechenden Salzmenge herstelle, habe ich etwa 1 Honigglas voll. Damit komme ich mindestens 1-2 Monate hin. Ein guter größerer Mixer könnte ähnliche Ergebnisse bringen, austesten kann ich das allerdings nicht.
    Fazit: Gut
  4. Thermomix
    Ich hatte noch 65 g getrocknetes Gemüse über, es hätten aber auch die ganzen 130 g hineingepasst. Bei der Menge von 65 g (kleinen Deckel gut festhalten, sonst staubt es sehr) habe ich je 30 Sekunden auf Stufe 8 und 10 schlagen lassen. Dann mit 400 g Salz vermischt (nochmals 10 Sekunden auf Stufe 10) erhält man ein feines Kräutersalz. Die nicht ganz so zufriedenstellenden Ergebnisse von Küchenmaschine und Speedy habe ich mit dem Thermomix nochmals nachbearbeitet.
    Tipp: Am Besten ist es, wenn man das Salz zubereitet, bevor man eine Suppe oder ähnliches kochen möchte. Dann muss man den Thermomix nicht saubermachen, sondern kann die feinen Reste mitverwerten.
    Fazit: Sehr gut, auch für größere Mengen.